Mag. Elisabeth Halmer | Lebensberatung und Erziehungsberatung in Wien
 
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Burnout-Prävention

"Erholung ist das Salz der Arbeit" (Plutarch)

Was ist Burnout?
Um Burnout wirklich zu verstehen muss man zunächst zwischen physiologischem und psychischem Stress unterscheiden. Während eine physiologische Stressreaktion evolutionär betrachtet sinnvoll ist, weil diese das Individuum auf Angriff oder Flucht in Gefahrensituationen vorbereitet, wird psychischer Stress durch gravierende Veränderungen der Lebensumstände, wie beispielsweise durch eine neue berufliche Situation, neue Wohnumgebung, Tod in der Familie, Krankheiten, etc. ausgelöst. Besonders betroffen sind Menschen in sozialen und pädagogischen Berufen, weil sie tagtäglich mit einer Fülle komplexer menschlicher Probleme konfrontiert sind. Natürlich sind auch andere Berufsgruppen betroffen, wenn auch weniger häufig. Burnout zeugt „von einer Fehlfunktion in der Organisation, die durch ein Überdenken von Zielen, Werten, Arbeitspensum und Belohnungsstrukturen korrigiert werden muss.“ (Zimbardo/Gerrig, S 497)

12 Stufen des Burnout nach Freudenberger:

  • Stadium 1: Der Zwang, sich zu beweisen
  • Stadium 2: Verstärkter Einsatz
  • Stadium 3 Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
  • Stadium 4: Verdrängung von Konflikten
  • Stadium 5: Umdeutung von Werten
  • Stadium 6: Leugnung der Probleme
  • Stadium 7: Rückzug
  • Stadium 8: Beobachtbare Verhaltensänderung
  • Stadium 9: Depersonalisation
  • Stadium 10: Innere Leere
  • Stadium 11: Depression
  • Stadium 12: Völlige Erschöpfung

Burnout im fortgeschrittenen Stadium erfordert medizinische und häufig psychotherapeutische Behandlung!

Symptome zeigen sich häufig auf drei Ebenen - der geistigen, seelischen und körperlichen Ebene (vgl. Hagemann S 53, Kaluza S 27, Bergner S11):

Zu den typischen Symptomen geistiger Natur zählen:

  • Konzentrationsstörungen
  • Denkhemmung
  • Nachlassen des Abstraktionsvermögens
  • Einengung des Denkens
  • Unentschlossenheit bis Entscheidungsunfähigkeit
  • Erinnerungsschwierigkeiten
  • Interesseverlust und Leistungsverlust
  • Störung der Aufmerksamkeit

In Bezug auf seelische Störungen im Zusammenhang mit Burnout unterscheidet man zwischen emotionalen und interaktiven Problemen:

  • Emotionale Defizite wie z.B. innerer Rückzug, Misstrauen, depressive Grundstimmung, Angst, Verlust von Selbstvertrauen, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, Verlust von Lebensfreude, kein Bezug zu eigenen Bedürfnissen, zunehmender Zynismus, Gefühl der inneren Leere, Reizbarkeit, Ärger, Selbstmordgedanken, etc.
  • Interaktive Probleme im privaten Umfeld wie z.B. zunehmender Rückzug vom Familienleben, gestörte Kommunikationsfähigkeit, innere Emigration, Vereinsamung, Vernachlässigung des Freundeskreises und gemeinsamer Hobbys, fehlende Anteilnahme am Leben der Freunde, Gefühl von anderen ausgesaugt und ausgebeutet zu werden, Verlust der Empathie, etc.
  • Probleme im Beruf wie z.B. Leistungsschwäche, Angst vor Versagen, vermehrte Fehlerhäufigkeit, Verlust der Impulskontrolle besonders in Konfliktsituationen, Reduzierung des Kontakts zu Kollegen, „Dienst nach Vorschrift“, etc.
 
 
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